BERLIN (dpa-AFX) – Die Installation neuer Solaranlagen in Deutschland ist im Dezember explodiert. Der Zubau im Dezember betrug nach Angaben der Bundesnetzagentur 3000 Megawatt. Damit wurde ausgerechnet in einem Wintermonat so viel an neuen Anlagen zugebaut wie nie zuvor. Der bisherige Rekord war der Juni 2010 mit 2100 Megawatt. Wider Erwarten wurde mit insgesamt 7500 Megawatt dank des Dezembers auch der bisherige Installationsrekord von 2010 (7400 Megawatt) noch übertroffen.

Verantwortlich gemacht wurde dafür die Förderkürzung um 15 Prozent zu Jahresbeginn und die Debatte um eine Obergrenze für die Förderung, um die Kosten für die Verbraucher so im Griff zu halten.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit Blick auf den unerwartet starken Ausbau: “Entscheidend ist, dass die Diskussion um einen absoluten Deckel bei der Vergütung im Dezember zu erheblicher Verunsicherung und damit zu “Schlußkaufreaktionen” geführt hat”. Weiter sagte er: “Die Bürgerinnen und Bürger haben befürchtet, die Vergütung könne über kurz oder lang ganz eingestellt werden.” Um über die überraschende Entwicklung und die Auswirkungen auf die Kosten für die Verbraucher zu beraten, kündigte er Branchengespräche für übernächste Woche an.

2011 hatten die erneuerbaren Energien bereits einen Anteil von 20 Prozent erreicht. Allerdings wird kritisiert, dass die im Winter kaum zur Verfügung stehende Sonnenenergie rund die Hälfte der Förderkosten von rund 13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gefressen hat, aber nur 3 Prozent der Stromproduktion trug. Der Ausbau zeige, dass die Bürger hinter der Energiewende stünden, sagte Röttgen. “Sie wollen sich selbst als Akteure daran beteiligen, sie sind bereit zu investieren und sie sind auch als Stromkunden bereit, für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu zahlen.”

Mit dem Rekordausbau dürfte auch wieder die Diskussion um eine Deckelung der Förderung befeuert werden. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will eine Begrenzung auf 1000 Megawatt pro Jahr. Eine solche Deckelung hatte aber etwa in Spanien den Solarausbau abgewürgt, weil niemand wusste, ob man noch eine Förderung bekommt oder die Obergrenze bereits erreicht ist. Den Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen die Verbraucher durch eine Umlage über den Strompreis – in diesem Jahr sind dies 3,59 Cent pro Kilowattstunde.

Röttgen als zuständiger Minister verfolgt das Modell des “atmenden Deckels”: Wird eine bestimmte Zubaumenge erreicht, sinkt automatisch die Förderung. Durch den Rekordzubau ist jetzt schon klar, dass die Förderung bis Juli um weitere 12, wahrscheinlich sogar um 15 Prozent sinken wird. Im Januar 2013 soll es dann noch mal 9 Prozent weniger an Förderung geben. “Damit wird die Vergütung seit Beginn der Amtszeit der jetzigen Koalition um mehr als 50 Prozent gesunken sein”, sagte Röttgen. Diesen Weg der Kosteneffizienz werde man weiter verfolgen.

Quelle: http://www.financial-informer.de/infos/roundup_solarausbau_im_dezember_explodiert_3000_megawatt_2547723

                                                 
                                                 

Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), 27. Okt. 2011

Solarvergütung sinkt auf Niveau von Haushaltsstrompreis

Kauf einer Solarstromanlage lohnt sich weiterhin – Solarstrom immer günstiger

Die Förderung für neue Solarstromanlagen wird zum Jahreswechsel um 15 Prozent sinken. Das teilt der Bundesverband Solarwirtschaft heute auf Basis der aktuellen Photovoltaik-Marktzahlen der Bundesnetzagentur mit. Damit wird die auf dem Hausdach erzeugte Kilowattstunde Solarstrom kleiner Solarstromanlagen mit 24,43 Cent vergütet (aktuell 28,74 Cent/kWh) und auf das Niveau von Haushaltsstromtarifen sinken.

“Die Solarbranche erfüllt das Versprechen, immer günstigeren Strom zu erzeugen. In Deutschland entwickelt sich die Photovoltaik in rasantem Tempo weiter in Richtung Wettbewerbsfähigkeit”, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Bereits 2012 wird Solarstrom vom eigenen Dach auf dem Preisniveau von Haushaltsstromtarifen ankommen. Spätestens 2014 können große Solarparks so günstig Strom produzieren wie Windkraft auf dem Meer. Körnig: “Dies sind wichtige Meilensteine der Energiewende.”

Für Verbraucher lohnt sich der Einstieg in die Solarstrom-Produktion weiterhin, zeigt sich der BSW-Solar zuversichtlich. Gerade in den letzten Monaten seien die Preise für schlüsselfertige Solarstromsysteme deutlich gefallen. Durch einen starken Wettbewerb, beachtliche Innovationserfolge und die zunehmende Massenfertigung konnten die Preise seit 2007 halbiert werden. “Wer selbst Solarstrom erzeugen möchte, ob auf dem eigenen Dach oder als Teilhaber an einer Bürgersolaranlage, sollte nicht nur auf Stichtage achten”, rät Körnig. “Eine Solarstromanlage hält länger als ein Auto. Deswegen sollte auch auf die Qualität der Komponenten, eine kompetente Beratung und die fachmännische Montage geachtet werden.” Kostenlose Verbraucherinformationen rund um das Thema Solartechnik stellt der Verband im Internet unter www.solartechnikberater.de bereit.

Während die Kosten von Solarstrom weiter sinken, steigt zugleich die erzeugte Solarstrommenge steil an: Von 2009 bis 2011 hat sich die Solarstrom-Menge verdreifacht. Im ersten Halbjahr 2011 hat Solarstrom mit einem Anteil von 3,5 Prozent am Brutto-Stromverbrauch erstmals die Wasserkraft überholt. Bis 2020 wird nach Erwartungen des Bundesverbands Solarwirtschaft der Solarstrom-Anteil auf mindestens 10 Prozent steigen. Körnig: “Solarstrom wird zum Preisbrecher und zur tragenden Säule des Energiesystems der Zukunft.”

Quelle:http://www.solarwirtschaft.de/medienvertreter/pressemeldungen/meldung.html?tx_ttnews[tt_news]=14207&tx_ttnews[backPid]=737&cHash=0c0f59b85f

Energie: Sinkende Preise für Solaranlagen machen Investition rentabel – Neue Vergütungssätze ab 2012

Eine Energiewende, die sich für Hauseigentümer rechnet: Solarstromanlagen auf dem Dach
BILD: dpa
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Möglich sind Renditen von fünf bis sieben Prozent. Noch rentabler wird die Anlage, wenn der Eigentümer einen Teil des Stroms selbst verbraucht.
ftd
BERLIN – Für Hauseigentümer lohnt es sich [...]

Die Solarbranche kann vorerst aufatmen: Die Bundesregierung verzichtet auf eine Kürzung der Förderung im Juli – weil im laufenden Jahr bislang nur moderat Anlagen zugebaut werden.
Berlin – Hausbesitzer haben in diesem Jahr weniger Solaranlagen gekauft als von der Politik erwartet. Die Installation neuer Solaranlagen wird daher auch künftig so gefördert wie bisher. “Es wird im [...]

Der Bundestag hat nun einen Gesetzesänderungsantrag zur vorzeitigen Kürzung  der Photovoltaik-Vergütung eingebracht. Danach sollen die Sätze für Aufach-Anlagen zum 1. Juli 2011 und für Freiflächenanlagen zum 1. September 2011 je nach deutschlandweiter Zubaumenge um bis zu 15% gesenkt werden. Zum 1.1.2012 sinken die Sätze dann wieder planmäßig.
Die Senkung der Photovoltaik-Vergütung ist in der Branche seit [...]

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Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es sich dabei natürlich nur um einen ungefähren Wert handelt. Ihr individuelles Solar-Potential ist [...]